Netzwerkgespräche

Wer schon Elemente von Open Dialogue umsetzt

Ziele, Teilnehmende, zentrale Merkmale

Beim Netzwerkgespräch geht es – wie der Name schon sagt – darum, dass Teilnehmende miteinander ins Gespräch kommen und in Beziehung gehen. Das Interesse an verschiedenen Perspektiven soll gefördert und das wechselseitige Verständnis erweitert werden.   

Teilnehmer*innen können sein: Familienangehörige z.B. Eltern, Kinder/Jugendliche ab 16 Jahren, Geschwister, Partner*in, Großeltern, Tante/Onkel etc., das psychisch erkrankte Familienmitglied, weitere wichtige soziale Bezugspersonen z.B. Freund*in, Nachbar*in, Kolleg*in, professionelle Unterstützer*innen z. B. Therapeut*in, Psycholog*in, Ärztin/Arzt, WG-Betreuer*in …  

Ein Gespräch, das nach Methoden des Offenen Dialogs geführt wird, ist ergebnisoffen; der Fokus liegt auf dem Zuhören und dem Gehört werden, den Anliegen aller Anwesenden wird Raum gegeben. Die Teilnehmenden entscheiden, welche Anliegen aufgegriffen werden und gestalten den Verlauf des Gesprächs mit.   

Begleitet wird das Gespräch von zwei im Offenen Dialog ausgebildeten Moderator*innen. Diese sorgen für einen geregelten Ablauf und einen sicheren Rahmen. Ihre Aufgabe ist es, die Teilnehmenden durch ihr Zuhören, Fragen und Reflektieren beim Austausch  zu unterstützen.  

Das Gespräch zeichnet sich durch Gleichwertigkeit (jede Stimme zählt), Transparenz (Offenheit)und einen respektvollen sowie wertschätzenden Umgang miteinander aus. Unterschiedliche Sichtweisen dürfen nebeneinander stehen bleiben.   

Eine große Bedeutung kommt Ressourcen und Fähigkeiten des Netzwerks als Ganzes sowie jeder teilnehmenden Person zu, diese sollen aktiviert, gestärkt und genutzt werden.